Mag. Julia Auer


Querflöte

Ich wurde 1973 in Wien ge­boren. Mein Eltern sind beide äußerst musikinteressiert (mein Vater studierte Klarinette), so dass ich schon früh in Konzerte oder in die Oper gehen durfte. Eine meiner ersten Konzerterinnerungen ist eine Aufführung von Händels Feuerwerksmusik in Grafenegg unter der Leitung von Frans Brüggen, bei der neben der Musik auch die ungeputzten Schuhe des Dirigenten meine Aufmerksamkeit fesselten... Ich begann im Alter von etwa vier Jahren mit der Blockflöte, die ich mit großer Begeisterung spielte. Dadurch wurde damals schon der Grundstein für mein späteres Interesse an Alter Musik gelegt. Nach einem zweijährigen Auslandsaufenthalt wechselte ich im Alter von 12 Jahren zur Querflöte, da die Flötistenlegende Jean-Pierre Rampal einer meiner persönlichen Helden geworden war. Mein erster Lehrer war Prof. Gerhard Perz, der langjährige Leiter der Breitenfurter Musikschule. Nach der Matura studierte ich zunächst Musikwissenschaft und beschloss dann nach drei Jahren, mich doch auch dem Instrument genau zu widmen. An der Wiener Universität war Raphael Leone mein Lehrer. Neben der Beschäftigung mit der Flöte selbst entdeckte ich mein Interesse für elementare Musikpädagogik, die auch mein Studienschwerpunkt wurde. Meine weiterhin große Liebe zur Musik des Barock und der Renaissance ließ mich dann noch ein vierjähriges Studium der Traversflöte in Brüssel beim „Großmeister“ dieses Instruments, Barthold Kujiken, anschließen.

Während des Studiums und auch danach beschäftigte ich mich intensiv mit Haltungs- und Atemtechniken (Lehrgang für Atem, Bewegung und Stimme, Alexandertechnik, Qui-Gong), Gesang und historischem Tanz. Ich spiele selbst in diversen Ensembles für Alte Musik, der Schwerpunkt dabei ist oft eine vielfältige Programmgestaltung mit Dramaturgie und szenischen Elementen, insbesondere auch für Kinder.

Einen lange gehegten Traum erfüllte ich mir vor vier Jahren, indem ich mir eine böhmische Hakenharfe schenkte und begann, darauf Unterricht zu nehmen. Es ist eine sehr wichtige Erfahrung, auf einem Instrument wieder einmal Anfänger zu sein!

Da mein Mann Walter ebenfalls Flötist ist, hoffen wir sehr, dass unsere kleine Tochter Marianna doch ein anderes Instrument wählen wird, da es sonst zuhause doch etwas zu flötenlastig zu werden droht...

An der Musikschule Breitenfurt unterrichte ich seit 1995 (Querflöte, Musikalische Früherziehung, Kinderchor, Kind-Elterngruppen). In meinem Unterricht geht es mir darum, jeden meiner Schüler „sein“ Flötenspiel und „seine“ Musik entdecken zu lassen. Die Vielfalt des Repertoires und der Spieltechniken ist gerade bei der Querflöte sehr groß. Literatur aus allen Epochen, Improvisationen und viel Kammermusik machen es möglich, auf jeder Ebene des Könnens wirklich zu musizieren. Ohne solide Grundlagen geht natürlich nichts – hier die optimale, fortlaufend verfeinerte Spielweise für jeden einzelnen zu finden, begleitet den Unterricht ständig und verlangt die Mitarbeit der Schüler. Meine Hoffnung für jeden Schüler ist es, dass Flötenspiel ein schöner Bestandteil seines Lebens wird, in der Intensität, die er sich selbst wünscht: vom erfüllenden Hobby, das zur Entspannung verhilft bis zur Herausforderung und ernsthaften Ausbildung ist alles möglich.